Die Ausbildung zum Epilepsie Warn Hund

Ein wichtiges Element der Ausbildung des Hundes ist die gute Vorbereitung beim Züchter. Optimale Sozialisierung und Umweltgewöhnung in den ersten zehn bis zwölf Lebenswochen sind Voraussetzung für die Eignung des Hundes. Der Hund muss in dieser sensiblen Lebensphase viele intensive und positive soziale Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen, insbesondere auch mit Kindern machen können. Hat er in dieser Zeit bereits gelernt, mit dem Menschen zu lernen, erleichtert das die Ausbildung erheblich.


Die Eingliederung des Hundes bereits im Welpenalter in seinen späteren Wirkungsbereich ist sinnvoll, damit eine möglichst enge und vertrauensvolle Beziehung entstehen kann. Für jedes Team ist eine maßgeschneiderte Ausbildung erforderlich, die die Lebenssituation des erkrankten Menschen und seiner Familie ebenso berücksichtigt, wie den Krankheitsverlauf.


Die Grunderziehung des Hundes muss einfühlsam und mit Bedacht geschehen. In seine Aufgaben als „EpilepsieHund" wächst er von Anfang an langsam hinein. Durch das sich evtl. stark verändernde Krankheitsbild, insbesondere durch den möglichen Wechsel der Anfallsart, ist in der Ausbildung des Hundes Flexibilität und gegebenenfalls mehrfache Neuorientierung erforderlich.
Wir Menschen müssen mindestens ebenso viel lernen, wie die Hunde, damit wir mit ihnen zusammen arbeiten können. Es ist unverzichtbar, an Seminaren zum Thema Ausdrucksverhalten und soziale Kommunikation des Hundes teilzunehmen und sich ein solides Grundwissen rund um den Hund und seine Bedürfnisse zu erarbeiten.

In der Ausbildung von Epilepsiehunden machen wir uns nicht nur die geschilderten Fähigkeiten zunutze und lenken sie in die richtigen Bahnen sondern trainieren zusätzliche Fertigkeiten, die weitere Hilfen für den erkrankten Menschen darstellen. Epilepsiehunde können folgende Aufgaben haben:


• den Anfall ankündigen
• Familienmitglieder heranholen
• im Haus einen Alarmknopf betätigen
• außer Haus Hilfe heranholen
• den Patienten nach Hause führen


Ebenso unterschiedlich wie die Form der Krankheit und die Lebenssituationen an Epilepsie erkrankter Menschen sind auch die Anforderungen an den Epilepsiehund. Nicht jeder Hund muss das volle Spekrtum des Erlernbaren beherrschen. Manchmal reichen kleine Hilfeleistungen um den Alltag des Kranken bzw. der Familie zu entlasten. So kann es z.B. schon ausreichen, dass der Hund die Eltern eines kranken Kindes im Falle des Anfalls alarmiert.
Für jedes Team ist eine maßgeschneiderte Ausbildung erforderlich, in der die Bedürfnisse des Hundeführers, sein Umfeld und seine Lebenssituation ebenso analysiert und berücksichtigt werden müssen wie die psychische und physische Konstitution des Hundes.


Wünschenswert und bewährt ist die Eingliederung des zukünftigen Epilepsiehundes bereits im Welpenalter in sein neues soziales Umfeld. Eine enge, vertrauensvolle Bindung zwischen Mensch und Hund ist gerade für diese Form der Hilfeleistung von besonderer Bedeutung. Zum einen muss der Epilepsiehund seinen Menschen in all seinen Verhaltensweisen wirklich gut kennen und die nötige Sensibilität besitzen, minimale Veränderungen schnell wahrzunehmen, zum anderen muss der Mensch seinem Hund soviel Vertrauen entgegen bringen, dass er seine Warnsignale auch annimmt, wenn er selbst noch nichts vom nahenden Anfall merkt. Durch die intensive Arbeit des erkrankten Menschen oder seiner Betreuer mit dem Hund entstehen Bindung, Vertrauen und gegenseitige Achtung.

Wir sehen unsere Aufgabe nicht darin, "Fertigprodukte" zu liefern, die auf Knopfdruck funktionieren! Wir begleiten Sie aber gerne auf Ihrem ganz individuellen Weg zum Mensch-Hund-Team.

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Familie Nielsen aus Zürich - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  & Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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