werde ich mir mal wieder die Zeit nehmen Nikolajs Seite zu akt. es ist viel passiert und wir haben viel Kraft gebrauch. Nun sind wir bald wieder up to Date um zu berichten was der "Kleine" und sein bester Freund so alles anstellen 

Dezember 2015

Hallo ihr Lieben! Viel ist passiert in den letzen Monaten, viel gibt es zu erzählen..ich bin im Endspurt meiner Ausbildung und habe darum die meiste Zeit einfach meinen Kopf mit zu Erlerndem gefüllt und keine Synpase mehr frei gehabt, mal wieder zu berichten wie es uns geht und was alles lief..

aber ab dem 19.12. ist mein Kopf erstmal wieder ein bisschen frei und ich werde es nachholen..

Bis dann wünsche ich euch eine wunderschöne Adventszeit auch wenn es aussieht als würde dieses Jahr Weihnachten nicht sehr weiss, sondern eher heiss..

Juli

so wie versprochen melde ich mich erst wieder wenns was positives zu berichten gibt..

nun sind wir eine Woche daheim, es gibt hier und da einen Anfall, aber wir haben einfach jede Minute, Stunde und Tag genutzt im Rahmen der Möglichkeiten tolle Dinge zu erleben..und das war ganz schön viiiiiiiel Schönes in diesen paar Tagen...

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Kalles Arbeit

 

In diesem Beitrag widme ich mich einfach mal Kalles Arbeit..er kam etwas kurz in den Erwähungen die letzte Zeit und ich finde es gebührt ihm dass ich mal erzähle was er tolles leistet.

Also, wo fang ich an..

Es gibt verschiedene Kategorien wo Kalle eine Entlastung ist für uns. Die Selbständige und die Technische kann man sagen

Erst mal zur Technischen:

Kalle hilft im Alltag bei Dingen die wir antrainiert haben. So sind das zum Beispiel Sachen apportieren (Kalles Lieblingsbeschäftigung) die nicht in meiner Reichweite sind. Da wir ja äusserst Hundgerecht handeln auch im Alltag machen wir da oft auch ein Spiel draus..so kann es sein, dass ich zbs alle Kleider zum Anziehen in einen Raum lege und Kalle mir das bringen soll was ich ihn drum bete. Natürlich finden wir das alle lustig und so beginnt der Start in den Tag schon mal zufrieden..(das Ganze bedingt natürlich dass wir uns Zeit nehmen können dafür)

Kalle apportiert aber auch auf Kommando den Notfallrucksack, das Telefon, die Medibox, die Sonnenbrille, Nuggis und eigentlich alle möglichen Dinge die ich ihm vorher antrainiert hab..

Ausserdem hebt er mir auch Dinge vom Boden auf, wenn sie runterfallen (oder geworfen werden). Oftmals hab ich ja den Rucksack mit den Notfallmedis, der Sauerstoffflasche auf dem Rücken, plus noch den lauffaulen Nikolaj (oder bewusstlosen nach einem Krampf)..da ist es eine enorme Entlastung für meine Bandscheiben, wenn Kalle mir zbs die Autoschlüssel "hoch reicht"

Derzeit bringe (oder brachte, wir hängen ja grad dauernd im Kispi fest..) bei aufzuräumen. Ich stelle also am Abend eine Box in die Mitte der herumliegenden Spielsachen und befehle (BEIDEN) aufzuräumen..und alles was um diese Box herumliegt muss in die Box..zusammen machts halt einfach mehr Spass..Ziel dabei ist, dass ich mit einem Margherita in der Hand auf dem Sofa die Beine hochlegen kann und zuschauen, Scherz..

Nun kommen wir zu den wichtigeren antrainerten Hilfen:

Nikolaj soll ja nicht rennen, sich nicht körperlich überanstrengen damit seine Körpertemperatur nicht hochgeht. Im Grunde genommen arbeitet Kalle da sehr selbstständig wenn es darum geht sich möglichst dumm in den Weg zu stellen, das Nikolaj kein Tempo bekommt ;-)

Allerdings kann ich die beiden ja nicht immer und überall frei rumlaufen lassen, so dass wir antrainiertes Stoppen durch umkreisen haben oder ich binde die beiden mit der Leine aneinander, so dass ein SitzBleib Nikolaj zum Anhalten zwingt. Diese Methode benutze ich vorallem an Strassen oder Häfen oder dort wo es einfach gefährlich ist. Ein folgender Hund ist bei einem Nicht-folgenden Kind Gold wert..

Ganz oft spielen die Beiden auch und Kalle liegt plötzlich ab..beim Ballspielen..nein, Kalle ist nicht müde..er zeigt an..wenn wir dann nicht reagieren, kommt der Anfall postwendend

Der Übergang von selbstständiger und antrainierter Arbeit ist bei Kalle sehr fliessend. So denkt er extrem viel selber mit und handelt auch ohne "Rücksprache" mit mir. Er zieht zbs sobald Nikolaj zu warm bekommt an seinen Kleidern und ihm mitunter auch die Socken oder die Hose aus..dies haben wir ihm weder antrainiert noch bewusst gefördert..aufgefallen ist es uns aber und konnten nach Beobachtungen nachweisen dass Nikolaj dann schon jeweils um die 37.5 dümplete, 37.7 ist seine Krampfschwelle..Wir vermuten dass Kalle es sich selbst durch Beobachtung an uns angeeignet hat, denn auch wir ziehen um diese Temperatur Nikolaj alle Klamotten über den Kopf..

Was Kalle völlig selbständig macht, ist anzeigen. Die grösster Herausforderung bei der EpiHundearbeit ist den Mensch zu schulen den Hund richtig zu lesen, zu beobachten und Schlüsse daraus zu ziehen. Natürlich können wir dem Hund beibringen zu Bellen wenn der Mensch anfängt zu krampfen oder uns zu holen wenn es soweit ist. Aber die meisten Dinge passieren schon viel früher und sind einem geschulten Auge sichtbar. Daher geht es erst in zweiter Linie darum dem Hund etwas beizubringen, sondern darum uns sensibel zu halten, auf die viel besseren Instinkte unseres Tieres zu vertrauen und dadurch profitieren zu können..

So sehen wir an Kalle manchmal bereits mehrere Stunden im Vorraus an, dass etwas im Busch ist. Er sucht vermehrt den Kontakt zu Nikolaj, wechselt zwischen Pflegeverhalten und ihn abbremsen, und schleckt vermehrt seine Beine oder Arme ab. Schnüffelt viel an seinem Hals herum und drückt ihn sogar vorsichtige durch körperliche Annäherung (Bodycheck ;-) ) zu Boden. Wenn dies passiert, dass Kalle ihn versucht zum Abliegen zu bringen schrillen bei uns alle Alarmglocken..und meist kommt dann auch was..wenn wir durch den Hund nicht doch noch die Chance bekommen haben das Schlimmste abzufangen..

Es gibt während dem Anfall mehrere Meridian Punkte die der Hund durch intensives Abschlecken bearbeitet. Auch das, die Stimulation dieser Punkte hat uns über die Monate 70% weniger Notfallmedis beschert..Wie und was dahinter steckt, ist noch nicht erforscht, ist aber hoffentlich eine Frage der Zeit..

Leider ändert sich bei Dravet die Anfallsform und Auslöser ständig. Momentan ist Nikolaj in einer Phase wo es sehr anstrengend für Kalle ist. Ganze Anfallsserien kann und muss er nicht mitarbeiten. Uns reicht wenn er anzeigt und die ersten Anfälle unterbricht. Nach dem 3./4. Anfall merkt man dass Kalle die Luft ausgeht. Da er völlig frei entscheiden darf wieviel er mithilft, darf er sich entweder zurückziehen oder legt sich wie er es meistens tut über Nikolajs Beine. Allein dieses Kontaktliegen ist schon eine grosse Hilfe, denn Nähe und Geborgenheit schütten Oxytocin aus und Oxytocin entspannt..was wir sehen können an Nikolajs Puls, der sich sofort beruhigt sobald er ihn spürt..

 

Kalle Hafen

 

 

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Familie Nielsen aus Zürich - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  & Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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