4. März 2013

Puh das waren vier harte Tage. Manuela hat uns alle ganz schön rangenommen. Das erstaunlichste ist: nicht der Hund oder Nikolaj muss was lernen, sondern ich muss lernen den Hund und Nikolaj "zu lesen" und Kalles Hundverhalten richtig einzuschätzen. Es geht hier nicht um SitzPlatzBeiFuss- Übungen. Es geht viel tiefer und war so anstrengend, dass wir jetzt erst mal ein paar Tage einfach gar nichts denken und machen wollen.

25. Februar 2013

bald ist die Homepage fertiggestellt. am Samstag beginnt der Junghundekurs.

Januar und Februar 2013 fasse ich hier zusammen:

Nikolajs detailierter Verlauf der Diagnosefindung findet sich unter der Rubrik DRAVET SYNDROM

am 27.12. holten wir Kalle im Alter von 11 Wochen mit zu uns nach Hause. Dort war für seinen Einzug alles vorbereitet. die ersten Tage waren ruhig und wurden für die Eingewöhnung ganz gemütlich zu Hause verbracht. Silvester Abend feierten wir gemeinsam. Weder die neue Umgebung noch das Feuerwerk störten Kalle kein bisschen und als er nach ein paar Minuten Silvesterkracherei Langeweile bekam ging er zurück in die Wohnung und legte sich neben Nikolaj, der bereits am Monitor angeschlossen war und selig schlief.

Voller Vorfreude auf ein neues besseres Jahr gingen wir auch bald hinein und schliefen selig.

Leider ging es am Mittag des 1. Januar schon das erste Mal los mit einem Anfall. Von nun an hatten wir alle 2 Tage mit einem Anfall zu kämpfen. Nikolaj hatte einen leichten Infekt und die Anfallschwelle war sehr niedrig.

Kalle holten wir jeweils während des Anfalls zu Nikolaj um den Körperkontakt zu ihm zu halten und ihn an die Situation zu gewöhnen.

Ziemlich schnell wusste Kalle ganz genau Bescheid was Nikolaj hilft und legte sich immer ganz nah zu ihm hin bis er aufwachte.

Als erstes fiel uns auf, dass Nikolaj nur noch 1/3 der Zeit braucht um sich von den starken Betäubungsmitteln, welche man ihm im Falle des Anfalls verabreichen muss, zu erholen.

Und Nikolaj fing plötzlich an zu sprechen und von selbst auf Kalle und uns zuzugehn und zu spielen. Was vorher nur mit motivieren und anschubsen ging, machte er auf einmal selbstständig und ohne Aufforderung. Er fing an Spielsachen aus den Körben zu holen und nebenei zu plappern. Er war wie ausgewechselt.

Leider ging die Anfallstendenz nicht zurück und wir hatten fast durchgehend 2Täglich damit zu kämpfen. Bis zum 20.1. dann kam so ein Starker, dass wir stationär ins Kinderspital mussten.

Kalle durfte zu seinen Patenfamilien, welche sich abwechselnd rührend um ihn kümmerten und regelmässig Fotos schickten.

Nach 7 Tagen durften wir wieder heim um 10 Stunden später wieder in der Notaufnahme zu landen.

Ein weiteres Medikament wurde eingeschlichen während des Aufenthalts. 

Nach weiteren 5 Tagen durften wir dann definitiv heim und holten Kalle wieder zu uns.

Die beiden hatten wieder die grösste Freude aneinander und sind seither unzertrennlich.

Die Zeit ging ins Land bis wieder an einem Samstag morgen unerwartet ein Anfall kam. Doch diesmal schleckte Kalle ihn so dermassen fest ab, dass Nikolaj nicht einmal ein Medikament brauchte um den Anfall zu unterbrechen. Dies ist in seinem ganzen Leben noch nie möglich gewesen!!!

Drei Tage später beim Fotoshooting fing Nikolaj plötzlich an den für ihn typischen Vorboten/Aura des komplex fokalen Anfalls zu bekommen. Sofort führt ich Kalle zu Nikolaj und der schleckt wie verrückt, so dass Nikolaj gar nicht erst in den Anfall reinrutschte sondern eine Minute später ohne weitere Komplikationen weiterspielte.

Es war unglaublich!

 

 

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Familie Nielsen aus Zürich - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  & Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

JoomSpirit